Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.

Charles Darwin (1809 - 1882)

Tierschutzthemen

Deutscher Tierschutzbund fordert ein baldiges Ende der betäubungslosen Ferkelkastration

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Ergebnisse des gestrigen Expertenworkshops „Verzicht auf Ferkelkastration - Stand und Perspektiven" in Berlin, zu dem das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und QS eingeladen haben. Im Rahmen des Workshops erneuerte der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem baldigen Ende der betäubungslosen Ferkelkastration. Alternativen sind längst vorhanden. Die entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes ist sowohl aus Tierschutzgründen als auch aus tierärztlicher Sicht längst überfällig. 
 
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zieht eine positive Bilanz des gestrigen Workshops: „Dass das Problem der betäubungslosen Ferkelkastration gelöst werden muss, ist eindeutig bei allen - Handel, Fleischindustrie, Landwirte und Politik - angekommen und wird sehr ernst genommen. Allein in den letzten zwei Jahren konnten sehr viele neue wissenschaftliche und praktische Ergebnisse auf den Gebieten der Sensorik, Haltung, Fütterung und Vermarktung rund um den Eber und seine Produkte erzielt werden. Auch Ergebnisse zu den verschiedenen Betäubungsverfahren wurden dargestellt.
 
„Wir sind auf dem richtigen Weg", resümiert Wolfgang Apel den gestrigen Tag, „aber jetzt ist die Politik gefragt den nächsten Schritt zu tun. Nach dem deutschen Tierschutzgesetz darf an einem Wirbeltier ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht ohne Betäubung durchgeführt werden. Trotzdem ist die betäubungslose Kastration von unter acht Tage alten männlichen Ferkeln immer noch erlaubt". Der Deutsche Tierschutzbund drängt weiterhin darauf, dass sich dies bis spätestens 01.01.2012 ändert.
 
„Bis dahin setzt der Deutsche Tierschutzbund auf aufgeschlossene Einzelhandelsunternehmen, die bereit sind, in Deutschland die Vorreiterrolle zu übernehmen, und damit dem Wunsch der Verbraucher nach mehr Tierschutz zu entsprechen", so Wolfgang Apel weiter. Neben der Jungebermast werden sowohl die Impfung gegen den Ebergeruch als auch die Vollnarkose mit Isofluran in der Praxis bereits eingesetzt.



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