Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.
Charles Darwin (1809 - 1882)
Tierschutzthemen
Aktuelle Pressemeldungen des Deutschen Tierschutzbunds
Endspurt: 8hours-Kampagne zur Beendigung langer Schlachttiertransporte endet am 4. November
Anfang des Jahres hat die deutsche Tierschutzorganisation Animals Angels diese Kampagne ins Leben gerufen, um zu bewirken, dass lebende Tiere, die für die Schlachtung vorgesehen sind, niemals länger als acht Stunden transportiert werden dürfen. Ziel der 8hours-Kampagne ist es, eine Million Unterschriften zu sammeln und damit eine klare Botschaft an die EU-Politiker zu senden, die nicht ignoriert werden kann. Denn jedes Jahr werden Millionen Tiere quer durch Europatransportiert - oft unter schlimmsten Bedingungen und nicht selten mehrere Tage lang.
Tierschutzbund begrüßt heutige Entscheidung zu Fundtieren im Bundesrat – Zügige Umsetzung der Bundesregierung erwartet
Seit Jahrzehnten übernehmen die Tierheime als Tierschutzeinrichtungen öffentliche Aufgaben, mit großem Engagement und letztlich auch zur Entlastung der kommunalen Haushalte. Denn die Fundtierverwaltung ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Eine breit angelegte Umfrage hatte bereits ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der anfallenden Arbeit verursachen.
Richtig helfen bei jungen Wildtieren
Gerade jetzt in den Frühlingsmonaten können in Parkanlagen und im Wald oder aber im eigenen Garten Jungtiere heimischer Tierarten beobachtet werden. Der Deutsche Tierschutzbund weist jedoch darauf hin, dass dieser tierische Nachwuchs nur selten die Hilfe des Menschen benötigt. In Zweifelsfällen sollte fachkundiger Rat eingeholt werden, denn eine unnötige Aufnahme schadet dem Tier. Der Deutsche Tierschutzbund, aber auch die örtlichen Mitgliedsvereine, können beraten.
Augen auf beim Fischkauf: Auch Fische sind schmerzempfindliche und leidensfähige Lebewesen
Der Beginn der Fastenzeit wird vielerorts durch traditionelles Fischessen eingeleitet. Fisch erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, der Pro-Kopf-Verbrauch steigt seit Jahren. Folge für die Fischbestände: Durch die Überfischung der Meere sind die Bestände der meisten Fischarten bedroht. Außerdem ersticken die Fische nach dem Fang auf hoher See qualvoll oder werden von den über ihnen liegenden Fischmassen erdrückt. Bis zu 70 Prozent der Tiere landen als ungewollter Beifang sinnlos verendet wieder im Wasser. Aber auch Aquakulturen, in denen Fische für den Verzehr gezüchtet werden, bergen eine Vielzahl tierschutzrelevanter Probleme. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps für Verbraucher.
Kampf gegen Tiertransporte
Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren eine Begrenzung der Tiertransportdauer und unterstützt daher die Kampagne "8hours“. Das Ziel ist, damit eine klare Verbesserung für die Tiere auf den Transporten zu erreichen. Denn immer noch werden jedes Jahr Millionen Tiere über tausende von Kilometern auf engstem Raum zusammengepfercht auf Europas Straßen transportiert – in endlosen Wechseln von bis zu 29 quälend langen Stunden Fahrt und 24stündigen Pausen. Das muss sich ändern, deshalb bittet der Verband alle Tierfreunde um Unterstützung von „8hours“.
Tipps für den richtigen Umgang mit Tieren im Winter
Der Verband in Bonn rät allen Tierfreunden: Achten Sie auf die Körpersprache des Tieres. Wenn das Tier zittert, sollte der Spaziergang sofort abgebrochen werden. Bei kurzhaarigen und kleinen Hunden kann es sinnvoll sein, statt eines ausgedehnten Spaziergangs mehrmals kürzere Gänge zu machen. Außerdem sollte der Hund immer in Bewegung bleiben. Für viele Hunde ist der Schnee eine Verlockung. Hier ist es ratsam, darauf zu achten, dass die Tiere ihn nicht zu sich nehmen. Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. Das Einreiben der Pfoten mit Balsam oder das Einsprühen mit einem Schutzspray verhindert, dass sie rissig oder spröde werden. Salzreste oder Eisklumpen zwischen den Zehen und im Fell sollten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült und die Pfoten gründlich trocken gerieben werden.
Kein Ei mit 3 in der Weihnachtsbäckerei
Zu Beginn der Adventszeit und Plätzchenhochsaison rät der Deutsche Tierschutzbund beim Kauf von Weihnachtsgebäck und Backmischungen auf die Zutatenliste zu schauen. Denn steht auf den Packungen nichts zur Herkunft der Eier, sind in der Regel Eier aus Käfighaltung enthalten. Daran ändern auch die oft statt Angaben zur Herkunft abgedruckten bunten Hofbilder nichts. Fehlende Kennzeichnungspflichten bedeuten für die Verbraucher bei Fertigprodukten mangelnde Transparenz. Sicherheit hat der Verbraucher, wenn selbst gebacken wird. Der Verband rät dazu, dabei nur Eier aus Freiland-, Bio- oder Bodenhaltung zu verarbeiten.
Deutscher Tierschutzbund fordert ein baldiges Ende der betäubungslosen Ferkelkastration
Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Ergebnisse des gestrigen Expertenworkshops „Verzicht auf Ferkelkastration - Stand und Perspektiven" in Berlin, zu dem das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und QS eingeladen haben. Im Rahmen des Workshops erneuerte der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem baldigen Ende der betäubungslosen Ferkelkastration. Alternativen sind längst vorhanden. Die entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes ist sowohl aus Tierschutzgründen als auch aus tierärztlicher Sicht längst überfällig.
2,8 Millionen Wirbeltiere in deutschen Labors verbraucht – Steigende Tendenz auch 2009 ungebrochen
Erneut stieg der Verbrauch von Versuchstieren in Deutschland an, auf insgesamt 2.786.435. Die aktuelle Statistik hat das Bundesministeri-um für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gerade veröffentlicht. Das sind 3,5 Prozent mehr Tiere als 2008. Es ist er-schütternd, dass keine ernsthaften Anzeichen zu sehen sind, um diese Tendenz zu stoppen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert von der Bundesregierung, dass bei der anstehenden Umsetzung der EU-Versuchstierrichtlinie endlich Maßnahmen ergriffen werden, eine Forschung ohne Tierversuche einzuleiten.
Deutscher Tierschutzbund auf dem 1. Kirchentag Mensch und Tier
Vom 27. bis 29. August findet Deutschlands erster überkonfessioneller Kirchentag „Mensch und Tier" in Dortmund statt. Veranstalter ist der Aktion Kirche und Tiere e.V.. Im Blickpunkt stehen vor allem die Themen Massentierhaltung und Tierversuche. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt die Veranstaltung gemeinsam mit dem Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen sowie den Tierschutzvereinen Groß-Dortmund und Groß-Essen mit Vorträgen und Forenbeiträgen sowie einer Beteiligung am „Markt der Möglichkeiten". Rund 50 Veranstaltungen bilden das Rahmenprogramm aus Workshops, Foren und Vorträgen sowie Konzerten und Ausstellungen.